Hubert Schmalix

Biographie

Hubert Schmalix, 1952 in Graz geboren, gehörte zu Beginn der 1980er Jahre zu jener Gruppe von Künstlern, die unter dem Signet „Neue Malerei“ oder „Neue Wilde“ bekannt wurden. Zu den „Neuen Wilden“ zählen auch Herbert Brandl, Siegfried Anzinger und Erwin Bohatsch. Für Schmalix, der unter anderem bei Max Melcher an der Akademie der Bildenden Künste studiert hatte, war Figuration immer schon ein wesentliches Element seiner Arbeit. Doch es geht ihm in geringerem Maße um den Bildinhalt als um das Zueinander der Farben, Formen und Flächen. Wobei im Lauf der Jahrzehnte und durch die Verlagerung des Lebensmittelpunktes auf die Philippinen und nach Los Angeles ein Wandel von einer expressiv-gestischen hin zu einer kontemplativen, reduzierten Formensprache erkennbar wird.

 

Neben zahlreichen Frauenakten gehören vor allem lumineszierende Landschaften und die aus der Vogelperspektive erfassten und in kontrastierenden Farbfeldern aufgelösten kalifornischen Häuserzeilen zu den eindrucksvollsten Beispielen seines reifen Werkes. Die Motivik fügt Versatzstücke bukolischer Szenarien wie Berge, Almhütten, Wasserfälle, sprudelnde Bäche und angeschwemmtes Holz zu malerischen Idyllen zusammen. Es ist die permanente Suche nach einem Locus amoenus, der, wenn schon nicht als existentielle Perspektive, so doch als Metapher eines richtigen Lebens im Falschen funktioniert.

 

“Ich bin kein Maler, der das Licht malt. Ich erzeuge Licht durch Farben. Das ist es, was den Maler ausmacht.“ sagt Hubert Schmalix über seine Kunst. „Man könnte auch sagen, ich produziere ein Licht, das es in Wirklichkeit gar nicht gibt.“

 

Hubert Schmalix lebt und arbeitet in Los Angeles und Wien.