Alois Mosbacher

Die Malerei von Alois Mosbacher ist ein Wechselspiel zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Landschaften, Pflanzen, manchmal Gegenstände bestimmen den Kosmos von Alois Mosbachers neuen Malereien. Detailansichten aus einer vom Menschen zugerichteten Natur – Blätter, Zweige, Blüten – dominieren immer wieder monochrome Farbflächen, die einer inneren Logik zu folgen scheinen. Dinge, Fragmente und Farbgerinnsel ballen sich zusammen, verdichten sich auf der Bildfläche und lösen sich im nächsten Stadium wieder auf. So entstehen scheinbar surrealistisch anmutende Objektkombinationen, die einen narrativen Prozess vortäuschen und ihn im nächsten Moment wieder verlassen.Malerei bleibt als Grunddisposition erhalten und entfaltet Varianten, die sowohl verunsichern als auch verblüffend neu wirken und die Malerei als etwas Lebendiges mit schier endlosen Möglichkeiten darstellen.

Biographie

Seit über dreißig Jahren erzählt Alois Mosbacher – malend – sein Universum aus Flora und Fauna. Ein abstraktes Märchen in gegenständlichem Setting. Ein figurativer Bildraum, in dem Spannung ganz ohne Figuren entsteht. Die großformatigen Bilder und Zeichnungen Mosbachers’ verwandeln Blätter, Blüten und allerlei Astwerk in skulpturale Landschaften. Der Mensch – obwohl selten auf der Leinwand zu sehen – steht dennoch im Zentrum dieser visuell ausufernden Erzählung über das 21. Jahrhundert.

 

“Neue Wilde” wurden Alois Mosbacher und seine Zeitgenossen in den 1980er Jahren genannt, als sie die Malerei weg vom Konzeptuellen, hin zur subjetiven Sinnlichkeit geführt haben. Hunde, Schafe und Vögel haben Mosbachers’ Bilderwelt lange Zeit bevölkert. Diese vermeintlich naiven Sujets haben den Blick freigegeben auf das Wesen der Malerei und die Weltsicht des Malers. Verspielt lässt Mosbacher einen Basketball ins Bild rollen. Um später seine Motive zu Paketen zu verschnüren und als Ideen (oder fertig erzählte Kapitel) ins Weltall zu schicken.

 

Alois Mosbachers aktuelle Serie lässt den Betrachter, die Betrachterin alleine im dunklen Wald zurück. Astlöcher starren von der Leinwand entgegen, labyrinthisch spiegelt sich Totholz in dystopischen Ruinen. Dieser Wald ist kein Ort der Entspannung. Die Natur tritt aus den Bildern heraus, um uns zu konfrontieren.

 

Alois Mosbacher wurde 1954 in Strallegg, Steiermark geboren. Er lebt und arbeitet in Wien und Niederösterreich.

 

Webseite: www.aloismosbacher.at