Hans Kupelwieser

Biographie

Das Werk von Hans Kupelwieser zeichnet sich durch eine Vielfalt in der Verwendung unterschiedlicher Medien aus, wobei die Dreidimensionalität von Objekten ein durchgängiges Thema darstellt. Ab 1997 hat der Künstler seine zunächst konzeptionelle Beschäftigung mit Fotografie um den direkten Umgang mit dem Medium an sich erweitert. In seinen Serien von Fotogrammen spielen Linsen, Spezialeffekte und Zentralperspektive keine Rolle, sondern werden durch Faktoren wie Transparenz der Objekte, Bewegung und Belichtungszeit ersetzt. Mittels flacher Darstellungen dreidimensionaler Objekte untersucht Hans Kupelwieser die Beziehungen zwischen Bild, Abbild und Gegenstand und zeigt, dass Gegenstände ganz unterschiedliche Erscheinungsformen haben können.

 

In einem seiner jüngeren Zyklen hat sich Hans Kupelwieser mit alltäglichen Materialien beschäftigt, mit Werkstoffen, die in der Industrie Verwendung finden. Angetrieben von der Frage, wie sehr ein Werkstoff durch den gelenkten Zufall verändert oder entfremdet werden kann, bearbeitet er industrielle Materialien wie Plexiglas mit unterschiedlichen Methoden. Ergebnis dieser kontrollierten Experimente sind Objekte, die – verdichtet, gefaltet oder in Blöcken zerschnitten – die Wahrnehmung der Betrachter herausfordern. Ergänzend zu den Skulpturen untersuchen Photogramme von Textilien die Durchlässigkeit der Stoffe. Dabei erinnern sie an organische, pflanzliche Formen.