Über mich

Ich bin 1966 in der deutschen Industriestadt Leverkusen geboren und mit Blick auf die größte Leuchtreklame der Welt, dem Bayer-Kreuz des gleichnamigen Chemiekonzerns, aufgewachsen.

 

Während meines Studiums begann ich, Objekte zu erarbeiten, deren Ausgangsmaterial profane Alltagsgegenstände wie z.B. Badehauben oder Nylonstrümpfe waren. Durch ihre neue Präsentation, durch Aneinanderreihung oder Verfremdung formulierten sich diese neu. Formen, Farben und Materialien sollten sich wechselseitig steigern, miteinander korrespondieren und über das Konkrete hinaus verweisen.

 

Nach einem weiteren Studium bei dem Konzeptkünstler Timm Ulrichs in Münster zog ich Anfang der Neunziger Jahre nach Köln. Zu dieser Zeit begann ich meine Ausstellungstätigkeit, die neben Kunsträumen auch städtische Bereiche einschloss und die Konfrontation mit einem unvorbereiteten Publikum suchte. An ausgewählten Orten entstanden auf Licht reagierende und architekturbezogene Fensterinstallationen aus farbiger transluzenter Folie. Zur gleichen Zeit begann ich, Bilder mit Farbstift und Ölkreide zu zeichnen, wobei mir eigene Fotos das Skizzenmaterial dazu liefern. Zeichnen eröffnete mir eine größere Freiheit, welche die Farbwahl, die Komposition sowie auch die Kombination unterschiedlicher Motive betrifft. Außerdem ermöglichte es mir eine persönliche Autonomie. Es entstanden gezeichnete Reiseberichte, wie die Bilderreihe “Wirklichkeiten” oder auch die Serie “Zurück nach LEV” – eine Folge von Eindrücken meiner Geburtsstadt mit dem Schwerpunkt ihrer industriellen Urbanität.Während eines Stipendienaufenthalts im Künstlerdorf Schöppingen zeichnete ich die Serie: “Hierhin und Dorthin”. Motiviert durch meine wöchentlichen Fahrten von Köln aus durchs Münsterland wurde Weite und ihrer Überwindung ein Thema für mich. Mich inspirierten der endlose, durch Flugzeuge durchschnittenen Himmel und die flachen, durch Autobahnen durchkreuzten Landschaften.

 

Nach der Geburt unserer Tochter Zelda zog ich mit dem Bildhauer Thomas Stimm in die Steiermark nach Österreich. Dort konzentrierte ich mich wieder mehr auf meine dreidimensionale Arbeit und es entstanden Objekte aus unterschiedlichen Kunststoffen, die eine Symbiose zwischen gegenständlicher Abbildung und konkreter Kunst ebenso wie zwischen Malerei und Plastik sind. Untrennbar verbinden sich geometrische Form und leuchtende Farbe zu einem autarken Farbkörper, ohne dass sie den profanen Ausgangs-Gegenstand verleugnen. Zur Zeit gieße ich größtenteils runde Objekte aus farbigen teils transparenten, teils opaken Epoxidharz und verlasse immer mehr den konkreten Bezugspunkt und fokussiere mich auf eine reduzierte Farb- und Formensprache.
 

Über die Objekte

Uta Weber schafft mit ihren Objekten die perfekte Symbiose zwischen gegenständlicher Abbildung und konkreter Kunst ebenso wie zwischen Malerei und Plastik.

 

Untrennbar verbinden sich geometrische Form und leuchtende Farbe zu einem autarken Farbkörper ohne den profanen Ausgangs-Gegenstand, der sich verführerisch wechselseitig zwischen Form, Material, Farbe und Anmutung steigert, zu verleugnen.

 

Mit ihrer reduzierten Formensprache und der oft monochromen, wirkungsvollen Materialität und Oberfläche aus ungewöhnlichen Werkstoffen, erreicht die Künstlerin in Ihren Arbeiten eine überaus anziehende Klarheit und Präsenz.
 

Über die Zeichnungen

Uta Weber bannt in ihren Zeichnungen Ereignisse, die wir für gewöhnlich flüchtig wahrnehmen, in eine seltsam entleerte Zeitlosigkeit.