Elisabeth von Samsonow

Biographie

Geboren 1956 in Bangladesch, studierte Elisabeth von Samsonow Kunst in den Klassen von Daniel Spoerri und Eduardo Paolozzi an der Akademie der bildenden Künste. Ihr frühes Werk umfasst Malerei und Zeichnung, darunter die Serie von feministischen, gynäkologiekritischen Zeichnungen aus den 1980er Jahren als Reaktion auf eine schwere Operation.

 

Seit 1990 arbeitet sie schwerpunktmäßig in den Bereichen Skulptur und Performance, wobei sie sich besonders auf die Aspekte der bekleideten, lebenden, sprechenden, klingenden, leuchtenden und fahrenden, meist weiblich verstandenen Skulptur konzentriert. Installationen und Performances bilden das Ausgangsmaterial für eine Reihe von Videoarbeiten, die in Ausstellungen und Filmfestivals gezeigt werden.

 

Seit 2017 arbeitet sie parallel an Skulpturen und Möbeln, deren skulpturalen Aspekte sie unterstreicht. Zu dieser Serie gehört das Projekt „The Parents‘ Bedroom Show“, das 2019 auf der Biennale in Venedig gezeigt wurde. Seit 2018 untersucht sie die Präsenz vorgeschichtlicher Frauenfiguren im skulpturalen Vokabular der Moderne und unternimmt eine Reihe von Übersetzungen, wobei sie nicht nur die Form hinterfragt, sondern auch den Inhalt.

 

2020 gründet sie gemeinsam mit Künstlerkolleginnen „The Land of the Goddess“, ein eco art Projekt auf einem vier Hektar großen Territorium in Niederösterreich. In der archäologisch-geologisch-künstlerischen Auseinandersetzung mit diesem Projekt konzentriert sich die Künstlerin auf die visuellen, durch die Erosion verrätselten Codes der niederösterreichischen Lösswände, die sie in ihrem Atelier in Untermarkersdorf NÖ auf großformatige Leinwände malt. Dabei untersucht Elisabeth von Samsonow die Reformulierbarkeit des Todestriebes, der nach Freud auf die anorganische Existenzform gerichtet ist. Sie feiert das „hypersubject“ Erde.